Rhode Islands Cannabis Control Commission hat sich mehr Zeit genommen: Statt am Freitag abzustimmen, wie 20 neue Einzelhandellizenzen vergeben werden, vertagte die zweiköpfige Behörde ihre Entscheidung. Grund war ein Überfluss an Eingaben – 23 Branchenvertreter gaben mündliche Stellungnahmen ab, dazu kamen schriftliche Eingaben. Die Kommissäre wollen diese Rückmeldungen erst absorbieren, bevor sie entscheiden.
Um was ging es? Die Regulatoren erwogen, die Lizenzverteilung zeitlich zu staffeln und die Frist für lokale Zonengenehmigungen zu verlängern. Für Cannabis-Anbauer und angehende Shopbetreiber war das problematisch: Sie forderten ein rasches und unverstümmeltes Vorgehen. Ein besorgter Kommentar deutete sogar an, dass Nachbarstaaten wie Massachusetts bereit sind, von Rhode Islands Zögern zu profitieren – «Massachusetts businesses are thrilled that we might be delaying or limiting the number of licenses.»
Der Streit zeigt ein klassisches Regulierungsdilemma: Schnelligkeit versus gründliche Prüfung. In Rhode Island siegt vorerst die Gründlichkeit. Wann die endgültige Abstimmung stattfindet, ist noch offen.
Quelle: Marijuana Moment