In einer überraschenden politischen Wendung hat US-Präsident Donald Trump die Neueinstufung von Marihuana angeordnet – ein Schritt, der die bundesweite Prohibition in den USA fundamental verändern könnte. Die genaue neue Klassifizierung wird derzeit erarbeitet, dürfte aber eine erhebliche Lockerung der bisherigen strengen Schedule-I-Einstufung bedeuten. Parallel dazu hat Trump angekündigt, dass die Medicare-Krankenversicherung in Zukunft CBD-Produkte in ihren Leistungskatalog aufnehmen soll. Dies wäre ein beispielloses Signal für die Anerkennung von Cannabidiol als medizinisch relevant auf Bundesebene.
Für die internationale Cannabispolitik hat diese Entwicklung erhebliche Auswirkungen. Die USA gelten weltweit als Trendsetter in der Drogenpolitik – eine Neueinstufung auf Bundesebene wird zwangsläufig Diskussionen in Europa und der Schweiz beeinflussen. Während die Schweiz bereits seit 2011 CBD-haltige Produkte mit weniger als 1% THC toleriert und ein etablierter Markt existiert, könnte eine US-Lockerung den internationalen Forschungsstand und regulatorische Standards weiter verschieben. Dies betrifft auch Fragen zu Qualitätsstandards, klinischen Studien und der gegenseitigen Anerkennung von Zulassungen.
Die konkrete Umsetzung dieser Ankündigung Trumps bleibt abzuwarten – insbesondere wie Medicare CBD konkret definieren und reglementieren wird. Schweizer CBD-Konsumenten sollten diese Entwicklung beobachten, da sie mittelfristig auch europäische Regulierungen beeinflussen kann. Quelle: Google News Cannabis